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Abnehmen

So habe ich abgenommen

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Aber was habe ich nun ganz konkret gemacht?

Als erstes habe ich angefangen zugesetzten Zucker aus meiner Ernährung zu streichen. Weil ich ein absoluter Süßigkeitensuchti bin, war das das schwerste! Aber fast 80% aller verpackten Lebensmittel enthalten Zucker. Ich war tatsächlich schockiert. Die Industrie versucht es mit unterschiedlichsten Deklarationen zu verschleiern. Dextrose, Glukose, Fruktosesirup, Laktose, Süßmolkenpulver, Dextrin,… Ich könnte ewig so weiter machen. Letztendlich ist es alles Zucker. Und dieser Zucker versteckt sich nicht nur in Süßigkeiten und Limonaden, sondern in Wurstwaren, Brotaufstrichen, Pestos, Müslis, Gurken aus dem Glas und und und. Es war echt schwer Lebensmittel zu finden, die keine Art von Zucker enthalten haben. Denn eins sollte man wissen. Dem Körper ist es völlig egal, welcher Zucker es ist. Man hat oft das Gefühl, dass brauner Zucker oder Honig oder auch Fruchtzucker gesünder seien, als der normale weiße Haushaltszucker. Ist er aber rein abnehmtechnisch gar nicht. Zucker ist für den Körper Zucker. Punkt. Aus.

Die ersten 4 Wochen waren echt schwer. Ich hatte ein Kribbeln auf der Zunge und glaubte echte Entzugserscheinungen zu haben. Vielleicht war es Einbildung, aber ich habe mich ständig unterzuckert gefühlt. Mein Kopf und Körper schrien ständig: ZUCKER!

Mit der Zeit wurde es aber tatsächlich besser

Ich kann es zwar selbst nicht glauben, aber wenn ich zwischenzeitlich ein Apfelschorle trinke, dann denke ich mir: Boah! Das ist aber süß! Früher habe ich immer innerlich die Augen verdreht, wenn das jemand gesagt hat. „Der Kuchen ist aber süß!“ -ich dachte mir immer: „Dein Ernst?! – das ist Kuchen, der muss süß sein!“. Aber zwischenzeitlich kann ich tatsächlich mitfühlen.        

Da ich komplett auf Zucker verzichtet habe und Limonaden und Säfte echte Kalorienbomben sind, habe ich angefangen nur noch Wasser zu trinken. Hätte mir das vor paar Jahren jemand erzählt…ich und nur noch Wasser. Ich hätte mich totgelacht. Wozu gibt es denn bitte sonst die ganzen Light und Zero Limonaden?

Viele Light-Getränke haben weniger als 1 Kilokalorie und 0 Gramm Kohlenhydrate pro 100 ml. Sie schmecken zwar nicht ganz wie die Originalen mit Zucker, aber kalt kann man sie dennoch sehr gut genießen. Hört sich alles super an. Da ich schon viele Diäten gemacht habe und bis dato nie auf meine Softgetränke verzichten wollte, habe ich alle meine Diäten mit Light und Zeroprodukte durchgeführt. Das Abnehmen hat auch mit diesen immer super funktioniert. Dennoch muss ich sagen, dass ich mir den Jap auf was Süßes so nie abgewöhnen konnte. Ich wurde dadurch nie sensibilisiert wie süß meine restlichen Nahrungsmittel tatsächlich sind. Man muss sich bewusst sein, dass durch die Süße das Belohnungssystem im Gehirn dennoch aktiviert wird, auch wenn der Blutzuckerspiegel bei den meisten Light und Zeroprodukten gar nicht ansteigt.  

Zwischenzeitlich bin ich ein absoluter Fan von Wasser!

Oh mein Gott! Habe ich das jetzt wirklich geschrieben?! -Ja…Wasser ist super! Wasser ist nicht nur toll, weil es keine Zusätze, Farbstoffe oder sonstiges benötigt, sondern weil es tatsächlich Kalorien verbrennt. Wie das geht? Ganz einfach. Der Körper muss das Wasser im Magen auf Körpertemperatur bringen, dafür benötigt er Energie. Das heißt, trinkt man jeden Tag 2 Liter kaltes Wasser, verbraucht der Körper dadurch ca. 100 Kilokalorien extra. Wie gut ist das denn bitte?!

Auch wenn es sich jetzt etwas eintönig anhört, aber zum Frühstück esse ich jeden Tag 2 Knäckebrote mit körnigem Hüttenkäse und Gurkenscheiben. Knäckebrot ist auch so ein Thema wie Wasser. Ich hätte im Leben nie gedacht, dass ich irgendwann mal ein Fan von Knäckebrot werden könnte. Aber zwischenzeitlich liebe ich es! Eine Scheibe Knäckebrot wiegt gerade mal etwa 11,5 Gramm und hat im Schnitt 38 Kilokalorien. Im Vergleich auf 100 g gesehen, schneidet das Knäckebrot im ersten Moment damit zwar schlechter ab als das klassische Weizenmischbrot. Man sollte aber bedenken, dass 1 kleine Scheibe Weizenmischbrot bereits etwas 56 Gramm hat und damit 136 Kilokalorien aufweist.

Zum Mittagessen lass ich es eigentlich immer krachen

Das heißt, dass ich da wirklich alles esse worauf ich Lust habe. Pizza, Currywurst, Spaghetti Bolognese, paniertes, frittiertes, … Am liebsten esse ich mittags tatsächlich Nudeln mit irgendeiner Soße. Das bedeutet für mich wahre Freiheit und Lebensqualität beim Abnehmen.

Du merkst, eine LowCarb Diät wäre für mich überhaupt nicht möglich.  Deshalb hab ich sie auch noch nie versucht. Ich liebe Nudeln und Kohlenhydrate in sämtlichen Varianten! Worauf ich dennoch achte: ich esse eine Portion! Da ich mich selber betrügen würde, muss ich mein Essen leider tagtäglich wiegen. Traurig, aber wahr! Ich gehöre zu den Menschen, die bei FdH lieber etwas mehr auf dem Teller tun, um nicht Gefahr zu laufen zu wenig zu bekommen.

Außerdem packe ich alles zu viel Gekochte sofort weg

Wenn nämlich in dem Nudelabtropfsieb noch etwas drin ist, wenn ich wieder in die Küche gehe, dann muss ich es auch leeressen. Nicht weil ich Hunger habe-nein! Nur weil es einfach da ist. Genau so verhält es sich mit allem anderen. Soßen werden ausgelöffelt, Auflaufformen ausgekratzt und Töpfe leergeschöpft. Ich kann mich da einfach nicht bremsen. Der Kopf sagt nein, aber die Hände fassen dennoch zu. Ich bin da wie unser früherer Hund. Aber er hatte als spanischer Straßenhund wenigstens eine traurige Vorgeschichte. Bei mir ist es einfach nur die Sucht!

Zum Abendessen gibt es dann wieder mein geliebtes Knäckebrot. Meistens esse ich 3 Scheiben mit allem worauf ich Lust habe. Käse, Obatzder, Frischkäse, Eiersalat, … Einfach alles was mir schmeckt. Ich weiß, es hört sich am Anfang etwas wenig an. Ist es aber eigentlich gar nicht. Ich habe oft Abende, indem ich mich schon fast zwinge 3 Knäckebrote zu essen. Es ist mir nämlich extrem wichtig, dass ich esse. Es soll nur eben bewusst sein.

Zum Fernsehen habe ich früher immer Unmengen Süßis gegessen. Ich kann gar nicht glauben, wieviel das war. Damals habe ich das auch gar nicht so gesehen gehabt. Eigentlich dachte ich immer, dass es so viel schon nicht ist. War es aber definitiv. Mir ist es erst vor kurzem so richtig klar geworden, wieviel ich tatsächlich abends noch in mich reingeschaufelt habe. 3 Schokoriegel, hier ein Keks, da noch ein Pudding. Es konnte auch mal ein Grießbrei oder auch eine Packung Chips sein. Das war keine Seltenheit. Es war bis auf wenige Ausnahme leider die Regel. Sobald ich auf dem Sofa saß, musste ich was knabbern.

Zwischenzeitlich esse ich fast jeden Abend einen Naturjoghurt mit Banane oder auch einen Apfel. Ganz ohne geht bei mir nicht. Ich brauche das Knabbergeräusch beim Fernsehen und relaxen. Irgendwie holt es mich runter. Wenn es 2 oder 3 Äpfel sind, dann ist es halt so. Ein Apfel hat gerade mal etwa 83 kcal.  Ich will wirklich nicht das Kalorienzählen anfangen, aber ich finde, wenn man sich mal bewusst wird, wieviel ein kleiner Schokoriegel hat, dann ist es doch ein enormer Unterschied und so ein Schokoriegel ist binnen Sekunden bei mir weginhaliert.

Essen zwischen den Mahlzeiten versuch ich weitestgehend zu vermeiden

Ich habe für mich festgestellt, dass ich die Zwischenmahlzeiten eigentlich gar nicht benötige. Sie sind für mich nur ein Grund was zu essen oder die Möglichkeit Zeit zu überbrücken. Ernährungswissenschaftlich gesehen, gibt es dazu hunderte von Ansätzen. Letztendlich ist es wie mit allem. Jeder ist anders und ich finde, man muss das tun, was für einen persönlich am besten ist.